Psychologie beim Pokern

Poker Psychologie
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Wer sich tiefgreifender mit Poker beschäftigen möchte, der kommt nicht um die Psychologie dieses vielschichtigen Kartenspiels drum herum. Zunächst einmal muss man sich bewusst werden, dass man gegen andere Menschen spielt. Auch beim Onlinepoker sitzt keine Maschine am anderen Ende, sondern eine Person aus Fleisch und Blut. Wir alle sind sehr verschieden und individuell. Bei Problemen reagiert jeder anders von uns, und so ist es auch beim Poker. Es gibt keinen klaren Leitfaden, um ein garantiert erfolgreicher Pokerspieler zu werden. Aber man kann Erfahrungen selber sammeln und von gemachten Erfahrungen anderer Spieler profitieren. Auf Poker-Websites wie z.B. PokerErfahrungen.net findet man interessante Poker-Erfahrungsberichte von anderen Spielern. Diese helfen ungemein, den Aspekt der Psychologie beim Poker besser zu verstehen.
Für ein gutes Pokerspiel ist ein ruhiges Gemüt unabdingbar. Poker ist ein Spiel der Emotionen, doch es bleibt immer die Frage ob man seine Gefühle kontrolliert oder umgekehrt. Wir können uns am Tisch über einen Sieg freuen, dürfen unseren Ärger aber bei einem Verlust nicht zeigen. Selbst wenn wir auf TILT sind, dürfen es meine Gegner nicht mit bekommen, weil sie es garantiert ausnutzen werden. Selbst bei dem kleinen Turnier in den eigenen 4 Wänden unter Freunden bin ich ein Einzelkämpfer. Ich muss mein Geld beschützen und versuchen es mit allen Mitteln zu vermehren.
Die richtige Einstellung gegenüber dem Poker entscheidet über Sieg und Niederlage. Für eine ruhige und zugleich erfolgsorientierte Spielweise gibt es viele Möglichkeiten der Vorbereitung. Manche von uns nutzen autogenes Training und Motivationsbücher für ihre mentale Stärke und die nötige Ausgeglichenheit. Andere schwören auf Sport, damit sie eine lange Session im Kasino oder daheim am PC gut überstehen können. Andere interessieren sich nicht für die Vorbereitung und geben nichts auf solche Möglichkeiten, sie machen einfach ihr Spiel und sind gut dabei. Wenn Sie Ihren persönlichen Weg gefunden haben, dann geht die Psychologie einen Schritt weiter.
Ihren Gegnern geht es genauso, sie haben ihre Emotionen und Gefühle. Sie fühlen sich in manchen Momenten sehr stark und kurz darauf wieder schwach. Sie müssen daher Ihre Mitspieler beobachten und analysieren. Nutzen Sie z.B. die Zeit wenn Sie gerade nicht in einer Hand mit dabei sind. Wie verhalten sich manche Spieler, können Sie besondere Auffälligkeiten erkennen oder ist Ihr Gegenüber wirklich nicht zu lesen? Das Setzverhalten kann ebenfalls Bände sprechen! Gerade beim Onlinepoker kann man seinem Gegner nicht in die Augen schauen, daher muss man sich mehr auf sein Setzverhalten konzentrieren. Gibt es vielleicht Unterschiede, wenn er viele und mal wenige Chips besitzt? Schaltet er öfter mal in einen anderen Gang um seine Spielweise zu verschleiern? Wenn Sie sich ein nahezu genaues Bild von Ihren Gegnern machen konnten, dann geht es weiter zum letzten und wichtigsten Schritt.
Wie wollen Sie auf Ihre Gegner wirken? Ihr Spielverhalten sollte sich so wiederspiegeln wie es in Wirklichkeit genau das Gegenteil ist. Wenn Sie also tight spielen, geben Sie sich loose indem Sie z.B. mal eine Hand herunter checken oder kleine Bets bis zum Schluss callen, um dann Ihre miese Hand zeigen zu können. Stiften Sie so viel Verwirrung wie möglich, damit Ihre Gegner eben kein genaues Bild von Ihnen bekommen können.
Es ist beim Poker eine besondere Herausforderung diese Punkte der Psychologie zu meistern, aber wenn Sie es geschafft haben, sind Sie ein grosses Stück weiter auf dem Weg nach ganz Oben!